Auftreten in der ÖffentlichkeitÖffentliche Diskussionen - tv-train Organisierte öffentliche Diskussionen laufen schwerpunktmäßig nach zwei Mustern ab. Entweder: Ein oder mehrere Referenten halten einen Vortrag. Hier stellen die Zuhörer im Wechsel mit dem antwortenden Referenten Fragen oder liefern Meinungsbeiträge, auch kritische. Oder: Es findet eine Podiumsdiskussion statt. Mehrere Vertreter verschiedener Parteien oder Organisationen sitzen an einem Tisch vor der Zuhörerschaft auf einem Podium und diskutieren ein Thema. Die Podiumsdiskussion soll hier genauer betrachtet werden. Alles, was zum Thema Podiumsdiskussion als der schwieriger zu bestehenden Form gesagt wird, läßt sich analog auf die Vortragsdiskussion übertragen. Podiums- und Vortragsdiskussionen - tv-train * Ziel * Organisation * Moderation * Diskussionsteilnehmer * Die Menschen oder das „Match“ gewinnen? Das Ziel der Podiumsdiskussion Als Ziele von Gesprächen kennen wir die Information, die Konsensbildung, das Überzeugen von Meinungen, das Erreichen von Verhandlungsergebnissen und nicht zuletzt das Pflegen menschlicher Beziehungen. Das organisierte Streitgespräch in Form der Podiumsdiskussion hat eindeutig ein Informations- und Überzeugungsziel. Es ist die einzige moralisch-kulturell legitime Form der aggressiven Auseinandersetzung d.h. Auseinanderlegung von Standpunkten zur Information und Überzeugung Dritter, des Publikums. Mehrere Parteien vertreten und begründen ihre Meinung. Der Streit ist hier als Spiel zu verstehen und verlangt Distanz vom Streitenden. Mehrere Parteien vertreten und begründen ihre Meinung zu einem Thema, „zerlegen“ durch Gegenargumente und verbale Angriffe die Meinung der anderen Parteien. Durch den Streit der Meinungen auf dem Podium informiert sich der Zuhörer (politisch: der Bürger). Er soll sich aus These und Antithese als Synthese seine eigene Meinung bilden. Organisation - tv-train In der Regel diskutiert nur das Podium, das Publikum diskutiert nicht mit. Vermehrt werden Podiumsdiskussionen so organisiert, daß die Podiumsteilnehmer je ein längeres Statement abgeben und dann Fragen aus dem Zuhörerkreis gestellt werden. Das verwässert und sprengt die Diskussion, sie ufert aus und führt vom Thema ab. Natürlich will der Bürger heute mitreden, wenn er zu einer Diskussion geht. Er versteht es nicht, wenn er in einer Demokratie kein Rederecht hat. Für die Organisatoren bietet sich daher folgender Kompromiss an: In einem ersten Teil diskutiert nur das Podium, ein zweiter meist kürzerer Teil steht für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Moderation Strukturierte Information wird allemal besser verstanden und behalten als unstrukturierte. Deshalb tut der Moderator gut daran, das Diskussionsthema möglichst in Teilthemen oder verschiedene Aspekte des Themas zu gliedern und diese nacheinander diskutieren zu lassen. Der Moderator muß auch auf ungefähr gleiche Redezeiten achten. Manche Diskussionsredner versuchen durch lange Beiträge und ständige Unterbrechungen überproportionale Redezeiten für sich zu „schinden“. Für das Teilthema wie für das Gesamtthema gilt: Wenn keine neuen Informationen bzw. Argumente, sondern nur noch rechthaberisches Beharren und Wiederholungen zu hören sind, ist das spezielle Informationsziel erreicht, das Thema bzw. die Diskussion kann mit einer kurzen Zusammenfassung beendet werden. Weil die Zuhörer vergesslich und nicht immer aufmerksam sind, kann der Moderator eine Wiederholung pro Argumentation zulassen. Nach zweimaligem Durchargumentieren (was natürlich im Hin und Her und nicht systematisch geschieht) muss dann Schluss sein. Dann kann an das Publikum für Fragen und Diskussionsbeiträge weitergegeben werden. Link: Öffentlichkeitsarbeit Linkliste: http://www.noch-erfolgreicher-online.de http://www.noch-mehr-erfolg.de http://www.train-at-store.de Training, Coaching, Beratung · Impressum / Kontakt Suchmaschinen-Optimierung und Webdesign: NET-TEC internet solutions |